Foto: 3 Tage in Quiberon  

3 Tage in Quiberon

Drama/Biografie, Deutschland/Österreich/Frankreich 2018, 116 Minuten, ohne Altersbeschränkung.

17.05. bis 22.05.2018

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Ausgezeichnet mit 7 Lolas, dem Deutsche Filmpreis! Deutschland macht es seinen Stars oft nicht leicht, was besonders Romy Schneider erfahren musste, die bald nach Frankreich floh und dort zu dem Weltstar wurde, als der sie auch heute, gut 35 Jahre nach ihrem Tod, noch verehrt wird. Emily Atefs spannendes Porträt der großen- überragend gespielt von Marie Bäumer- entwickelt einen unglaublichen Sog, eine schwere Seelentiefe, die man mit jedem Zigarettenzug der Grand Dame zu spüren vermag. Würdig und würdevoll für eine Frau wie Schneider und damit auch ein Werk, das dieser Frau den Respekt entgegenbringt, den sie Zeit ihres Lebens nicht erfahren durfte.


So 1981 treffen der Fotograf Robert Lebeck (Charly Hübner) und der Journalist Michael Jürgs (Robert Gwisdek) den Filmstar Romy Schneider in der Hafenstadt Quiberon. Eigentlich spricht Schneider nicht mit deutschen Medien, doch sie will endgültig mit ihrem Sissi-Image brechen. Lebeck und Jürgs treffen auf eine ausgebrannte Frau, die pleite ist und an der Flasche hängt. In Frankreich will sie ihr Leben in den Griff bekommen. Ihre Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) hält es daher für keine gute Idee, die Presse einzuladen. Tatsächlich erweist sich die gemeinsame Zeit für alle Beteiligten als nervenzehrende Belastungsprobe. Der Film von Regisseurin Emily Atef beruht auf wahren Begebenheiten. Im März 1981 verbrachten "Stern"-Reporter Jürgs, Lebeck, Fritsch und die damals 42-jährige Schneider drei Tage in dem Kurort Quiberon. Fast genau ein Jahr später - im Mai 1982 - starb Schneider an Herzversagen. Es ist ein launischer, zwischen kindlicher Naivität und großer Verletzlichkeit hin- und her schwankender Weltstar, den der Zuschauer hier zu sehen bekommt. Eine Frau, die sich auf der Zielgeraden ihres Lebens befindet. Deutlich wird dies in jenen zutiefst bewegenden Momenten, die das ganze Ausmass ihrer fragilen seelischen Verfassung zeigen. Und: die weit vorangeschrittene Alkoholsucht. Etwa wenn die Schauspielerin von einer Hotelangestellten in desolatem Zustand aufgefunden wird, auf dem Boden kauernd, wie ein Häufchen Elend. Dann gibt es Augenblicke, in denen Schneider vor Energie strotzt, ausgelassen auf Felsen umherhüpft und auf der Straße tanzt. In all diesen, höchst ambivalenten Momenten vermittelt Marie Bäumer das zerrüttete Seelenleben Schneiders ungemein glaubhaft und dringlich. Sie spielt Romy Schneider nicht nur, sie wird zu Romy Schneider. Dazu trägt auch ihre verblüffende Ähnlichkeit mit der Schauspielerin bei.


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Heute , 20.05.18
Saal
Montag , 21.05.18
Saal
Dienstag , 22.05.18
Saal

Beginn der Hauptvorstellung ca. 15 Minuten nach Vorstellungsbeginn.

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